Die Planungsregion Regensburg (11) erstreckt sich von der
geographischen Mitte Bayerns bis an die Grenze zur Tschechischen
Republik und bildet das Zentrum des Dreiecks zwischen München,
Nürnberg und Pilsen. Sie umfasst die Gebiete der Landkreise Cham,
Neumarkt i.d.OPf., Regensburg und den überwiegenden Teil des
Landkreises Kelheim sowie die kreisfreie Stadt Regensburg. Den
planerischen und sozio-ökonomischen Verflechtungsraum bilden
somit die südliche Oberpfalz sowie der niederbayerische Raum Kelheim mit einer
- Fläche von 5.202 qkm und
- 666.000 Einwohnern (Stand 31.12.2009).

Die Region verfügt über hochwertige Einbindungen in das
Netz nationaler und internationaler Achsen (Autobahnen A 3
Richtung Frankfurt oder Wien, A 93 Richtung München oder
Chemnitz/Dresden, Bundesstraßen B 85/B20 Richtung Pilsen/Prag, IC-,
EC-, ICE-Verbindungen, Main-Donau-Wasserstraße Richtung
Rotterdam bzw. Schwarzes Meer, Güterverkehrszentren in Regensburg
und Kelheim, günstige Anbindungen an die Flughäfen München und
Nürnberg).
Mittelpunkt der Region ist das Oberzentrum Regensburg,
Universitätsstadt und High-Tech-Standort mit einer überragenden
zentralen Bedeutung sowohl für die Region als auch für weite
Teile Ostbayerns. Firmen von Weltruf sind hier angesiedelt, z.B.
BMW, Infineon, Siemens-VDO, Osram und werden durch eine Reihe von
Marktführern in Spezialbranchen ergänzt. Zukunftsentwicklungen
wie das erfolgreiche Bio-Regio-Projekt weisen in das 21.
Jahrhundert.
Der in den Landkreis Regensburg greifende
Verdichtungsraum hat eine bemerkenswerte Dynamik entfaltet. Unter
dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung
konnten dabei wichtige Freiräume, wie die sternförmig zulaufenden
Flusstäler, in ihren natürlichen Funktionen gesichert werden.
Im Westen der Region liegt vom Landkreis Neumarkt
i.d.OPf. ein Teil auch im Einflussbereich des Raumes
Nürnberg/Fürth/Erlangen. Der Raum Neumarkt i.d.OPf. hat sich zu
einem Kompetenzzentrum für das Bauwesen mit internationalen
Verflechtungen profiliert.
Im Osten ist der Landkreis Cham
aufgrund seiner Lage im Bayerischen und Oberpfälzer Wald das
Haupttourismusgebiet der Region. Durch eine zielgerichtete
Entwicklung hat er sich eine Position als Zukunftsregion
aufgebaut, die mit der Brückenfunktion zur Tschechischen Republik
weitere Perspektiven erhält.
Im Süden, von Donau und
Altmühl durchzogen, liegt der zur Region gehörige Teil des
Landkreises Kelheim, in dem sich die Heilbäder Bad Abbach und Bad
Gögging befinden. Aus der günstigen Lage zum Flughafen München
und an der Main-Donau-Wasserstrasse haben sich besonders
zukunftsfähige Standortbedingungen ergeben.
Initiativen zum Regionalmarketing verschiedener
Verbandsmitglieder greifen das Stärkenpotenzial der regionalen
Teilräume auf. Stichworte hierzu sind die
"Botschafter-Strategie" des Landkreises Cham, die
Regionalentwicklungs-GmbH im Landkreis Neumarkt i.d.OPf., das
Stadtmarketing Regensburg, Regionale Entwicklungskonzepte für den
Landkreis Kelheim oder den Landkreis Regensburg sowie
Kooperationen bis hin zu einem grenzüberschreitenden
Aktionsbündnis.
Insgesamt ist die Region Regensburg auf einem erfolgreichen
Weg, sich im Wettbewerb der Regionen zu behaupten.
Vergleichsstudien belegen regelmäßig die hervorragenden
Voraussetzungen. Hervorzuheben sind dabei die gute Zusammenarbeit
von Universität, Fachhochschulen und Wirtschaft sowie das
gründerfreundliche Klima in der gesamten Region. So ist die
Region Regensburg geradezu zu einer "Aufsteigerregion"
geworden.
Infrastrukturell, wirtschaftlich und wissenschaftlich hat die
entstehende Ost-West-Kompetenz neue Perspektiven eröffnet. Vom
Regionalen Planungsverband Regensburg wird eine
zukunftsorientierte räumliche Ordnung und Entwicklung durch die
Ziele des Regionalplans angestrebt. Mit Hilfe derer soll die
Zukunftsfähigkeit der Region gesichert und weiter verbessert
werden.
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